KulturErbe zum Verwalten !

„Ein Schloss liegt da“ so könnte ein Lied beginnen, ein Schloss das scheinbar einst niemand wollte.

Nach dem Krieg aufgeteilt als Eigentum und nicht gewusst wie es vermarktet werden soll, wurde die einmalige Anlage einfach „genützt“ indem Wohnungen und Zentren entstanden.

Nach dem Krieg und der Aufbauphase alles verständlich und sicherlich sinnvoll, aber 50 Jahre danach?  Noch immer sozialistischer Wohnprotest in den ehemaligen Häusern des Adels und der Monarchie?

Schloss Laxenburg und der Ort selbst sind ein einmalige Beispiel der Spätbarocken Schlossanlagen, in denen alle barocken Gebäudekomplexe noch vorhanden sind, vom klassischen Barocksaal im Schloss bis hin zum Falknerhaus, ja sogar der Wäscheschwämme.

Ja eigentlich noch die alte „Laxenburg“ und die einmaligen Parkanlage – die zwar vom einst englischen Parklandschaft nur mehr einiges erahnen lässt, aber dennoch die Zeit der Romantik mit der Franzenburg und den vielen romantischen „Ritterbauten“ einen „historischen Komplex“ bildet der sich nicht oft in Europa erhalten hat.

Auch der Hauptplatz mit dem Schloss und der märchenhaften Kirchenanlage hat nichts von seinem Barocken Zauber verloren – nur die unbarmherzig kalte Pflasterung und rostfreien Absperrungen, vermiesen einem den Anblick. Keine Blumen, kein Kontrast, keine Wärem ausstrahlend liegt dieser Platz nun vor dem Besucher.

Ja die Anlage ist so einmalig das man meinen könnte jederzeit die kaiserliche Kutsche vorfahren zu sehen und die Lakaien und Dienerschaften wichtig herumlaufend, dabei ertappend wie sie ihr knappe Zeit nutzen um Luft zu schnappen.

Eine Anlage die ähnlich wie  Schönbrunn einiges  zu bieten hätte…aber was geschieht…nichts, nicht einmal ein ordentliches Besucherzentrum ist geschaffen worden, oder gar eine Ausstellung im Gedenken von Kronprinz Rudolf und Kaiserin Sissi..

Ein Besucherzentrum, indem sich der Tourist als Gast wohlfühlen könnte und Orientierung erhält.

Nichts.. die alte Burg ist nicht zu besichtigen, ja nichteinmal deren Geschichte nachzulesen.

Keinerlei Texte im Park, die über die  vielen Bauten informieren  oder gar animieren sich als Tourist erkennen zu geben, sofern man sich als solcher hier  her verirrt, den warum sollte ein Tourist nach Laxenburg kommen…zum Schiffchen fahren? An einem plumpen Buffet ein paar alte Frankfurter essen?Aber in Laxenburg ist ja der “Kaiser wieder im DIENST”

Interessanter Weise Leben in anderen Gegenden Europas, ganze Ortschaften von solchen „touristisch genutzten historischen Gebäuden“ nur hier scheint es nicht möglich zu sein,

- nun verzeihen Sie, aber um 20.30Uhr bekommt man nicht einmal mehr einen Kaffee im Ort?

- und nichts gegen Musicals aber passen die vor eine solche Kulisse?

- ich nenne das eine Vergewaltigung des kulturellen Erbes und ist weder in seiner Vermarktung stimmig noch mit Sicherheit ein Erfolg, außer für Subventionseinnahmen.

- Nichts gegen Theater, nur auch hier hat im Park die Inflation des niederösterreichischen Theatersommers begonnen.

Und laut einer gemeindeeigen Postwurfsendung soll die Besucherzahl an die 2 Millionen liegen, nun dies scheint bei dem Badeangebot und dem Schiff-Fahrtsbetrieb, wohl etwas zu hochgezählt.

Nachdem nicht einmal ein Busparkplatz vorhanden ist und die Busse und Autos im und um die Schlossanlage parken – dafür noch bezahlen- sollte man sich sowohl in der betreibenden Gesellschaft als auch in der Gemeinde zum alleinigenden Ab-zog-verhalten bekennen und nicht pseudokulturelle Eigenschaften an den Tag legen.

Schade um die historische Gesamtheit der Anlage, die kein Tourist je zu sehen bekommen wird!

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